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Sägepalme - Wundermittel der Indianer
In Teilen der USA ist die Sägepalme so alltäglich wie bei uns Trauben oder Kirschen. Schon die Seminole-Indianer kennen und schätzen sie seit Jahrtausenden. Die Sägepalme ist eine Zwergpalme, die an den Küsten Nordamerikas, in Florida und Südkalifornien beheimatet ist. Ihre olivengroßen, tief purpurfarbenen Früchte besitzen besondere Heilkräfte: Die Indianer nutzten sie als Nahrungsquelle. Die getrockneten Samen galten schon damals als Allheilmittel zur Linderung von Magen-, Blasen- und Prostatabeschwerden. Heute wird die Sägepalme wegen ihrer entzündungshemmenden und ödemprotektiven Wirkung zur Behandlung benigner Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.
Schmerzen beim Wasserlassen, ein immer schwächer werdender Harnstrahl, Nachträufeln. Rund die Hälfte der 50-jährigen Männer kennt diese Symptome. Grund ist häufig eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, der Prostata. Gelindert werden können die Symptome mit den Früchten der Sägepalme. Zahlreiche Studien belegen ihre Wirksamkeit bei gutartiger Prostatavergrößerung. Die Nebenwirkungen - selten auftretende Magenbeschwerden - sind im Vergleich zu synthetischen Prostatamitteln gering.
Trotz der positiven Forschungsergebnisse sind Sägepalmpräparate in Deutschland nur im europäischen Ausland per Fernhandel oder in der Apotheke erhältlich. In anderen europäischen Ländern und den USA kann jederman(n) Sägepalme - in der optimalen Dosierung von 300 mg/Tag - in der Drogerie oder gar dem Supermarkt kaufen.
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