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Grüner Tee gegen Fettleibigkeit
Forschungsförderung unterstützt DIfE-Studie zum Thema grüner Tee gegen Adipositas

Kerkrade, 27. Mai 2005. Grüner Tee ist seit langem für seine beruhigende und gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. In China schwört man schon seit 5000 Jahren auf seine wohltuende Wirkung. So bekämpft er u.a. durch seine antioxidativen Eigenschaften die Freien Radikale im Körper. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam haben jetzt herausgefunden, dass grüner Tee auch vor Adipositas - also Fettleibigkeit - schützt. Genauer gesagt tut dies der Hauptbestandteil des Tees Epigallocatechingallat (EGCG). Die Forschungsförderung unterstützt dieses Projekt.

Der Arbeitsalltag von Prof. Dr. Susanne Klaus am DIfE unterscheidet sich kaum von dem jedes anderen Forschers. "Hauptsächlich ist Schreibtischarbeit angesagt: Verfassen von Artikeln, Auswertung von Daten, Literaturrecherche usw." Doch die Forschungsarbeit der aus Birlenbach in Rheinland-Pfalz stammende Biologin ist für viele Menschen von großer Bedeutung. Gerade in den westlichen Industrienationen ist Adipositas ein aktuelles und vieldiskutiertes Thema. Ein Inhaltsstoff des grünen Tees - EGCG - könnte Patienten, die unter Fettleibigkeit leiden, in Zukunft helfen, ihre Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen.

EGCG gehört zur Stoffgruppe der Catechine und bildet den Hauptbestandteil in grünem Tee. Pro 100 Gramm grünen Tees sind 9 bis 13 Gramm EGCG enthalten. "Ziel unserer Forschungen ist es, die Mechanismen der Anti-Adipositas-Wirkung von EGCG aufzuklären, um die potenzielle Anwendung von EGCG und seine Effektivität in der Prävention bzw. Therapie von Adipositas besser beurteilen zu können", erklärt Prof. Klaus. Dabei bauen die aktuellen Forschungen auf den Erkenntnissen eines Pilotprojekts auf. Es werden jetzt umfangreichere Analysemethoden angewandt, um hinter die physiologischen und biochemischen Mechanismen zu kommen.

Es wird überprüft, ob mit dem Stoff Fettleibigkeit verhindert oder zumindest reduziert werden kann und auf welche Weise er im Körper wirkt. Erste Ergebnisse der Forschungen haben gezeigt, dass EGCG nicht wie bisher angenommen das sympathische Nervensystem aktiviert, sondern dass es offensichtlich verschiedene Effekte hat: Zum einen verringert es die Nahrungsresorption im Darm und zum anderen erhöht es die Fettoxidation. "EGCG kann möglicherweise nicht nur dazu beitragen, bei Adipositas-Patienten die Fettleibigkeit zu verringern, sondern es kann auch präventiv eingesetzt werden, also bei Menschen, die bisher noch nicht zu dick aber gefährdet sind", erklärt Prof. Klaus.

Diese Erkenntnisse sollen in Zukunft auf ein festes theoretisches Fundament gestellt werden. Dafür unterstützt Vitamins & More Europe die Forschungen mit dem Förderpreis. "Die ersten Ergebnisse über EGCG aus dem grünen Tee finden wir hochinteressant. Dass der Inhaltsstoff offensichtlich eine starke Wirkung hat, ist ja bereits bekannt. Aber die physiologischen Mechanismen sind noch weitgehend unbekannt. Außerdem erhoffen wir uns grundsätzliche Erkenntnisse über die Wirkung von grünem Tee bei herkömmlichen Diäten", erklärt Karin Holstein von Vitamins & More Europe.

Die Forschungsgelder werden bei Prof. Klaus, die auch in Zukunft in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Adipositas arbeiten möchte, dabei helfen, ihre Studien weiter voran zu treiben. "Das Geld werden wir für den Erwerb von Reagenzien für die biochemischen Untersuchungen einsetzen. Außerdem soll die Teilnahme an Tagungen, auf der die Ergebnisse aus dem Projekt vorgestellt werden, ermöglicht werden", so Prof. Klaus.


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