Kleine Änderungen, große Wirkung
Dr. Martin Hofmeister gewinnt den Wissenschaftspreis Mikronährstoffe 2005
Kerkrade, Mai 2005. Dr. Martin Hofmeister ist der Gewinner des Wissenschaftspreises Mikronährstoffe 2005. In seiner Dissertation aus dem Bereich der Ernährungswissenschaften befasste er sich mit der Verbesserung der Gesundheitsbalance arbeitender Menschen durch Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen. Er wies nach, dass bereits kleine Änderungen im Alltag nachweislich zur Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität beitragen und damit den Krankenstand in Unternehmen reduzieren können. Ein Ergebnis, das volkswirtschaftliche Konsequenzen haben könnte.
Ein spezielles Getränk pro Tag - und schon wird das Immunsystem nachweislich gestärkt. Es klingt im Prinzip zu schön, um wahr zu sein. Doch Dr. Martin Hofmeister hat in seiner Dissertation den Beweis geliefert.
In zwei Felduntersuchungen hatte Dr. Hofmeister das gesundheitsfördernde Potenzial von Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen an insgesamt 74 Beschäftigten aus dem Einzelhandel überprüft. Das Ergebnis: Schon die regelmäßige Einnahme eines Mikronährstoff-Granulat-Getränkes mit Vitaminen, Spurenelementen und Sekundären Pflanzenstoffen über einen Zeitraum von vier Monaten kann das Wohlbefinden und die Gesundheit stabilisieren oder sogar deutlich verbessern. "Meine Untersuchung zeigt, dass allein die regelmäßige Einnahme bestimmter Mikronährstoffe nicht nur die Gesundheit und Leistungsfähigkeit steigern, sondern auch das individuelle Wohlbefinden und die Lebensqualität verbessern kann", fasst Dr. Hofmeister zusammen. Das Getränk enthielt unter anderem die Vitamine A, C, D, E und K sowie Eisen, Jod, Zink und Bioflavonide.
Einen ähnlichen Effekt konnte Hofmeister auch für ein Programm aus regelmäßiger körperlicher Aktivität und kurzen Entspannungsphasen in Kombination mit vollwertiger und ballaststoffreicher Ernährung nachweisen. Der Wissenschaftler rät daher zur regelmäßigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln: "Jeder Mensch sollte auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung achten. Da dies gerade Berufstätigen im Alltag meist nicht möglich ist, empfiehlt sich die Einnahme von bestimmten Mikronährstoffkombinationen - nicht zuletzt im Hinblick auf die Verzögerung des Alterungsprozesses."
Auch aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht lieferte die Arbeit von Dr. Hofmeister interessante Erkenntnisse. Denn die Versuchsreihe führte zu einer deutlichen Reduktion des Krankenstandes in dem Unternehmen, in dem die Probanden beschäftigt waren. Da die Probanden nur geringfügige Änderungen in ihrem Alltag vornahmen, rechnen sich die Maßnahmen auch für den Arbeitgeber ('Return on Investment in Human Health'). Dies unterstreicht die Wirksamkeit und Praktikabilität der aktiven Gesundheitsförderung sowie Prävention.
"Die gewählte Thematik hat mich insofern gereizt, als deren Bearbeitung sowohl arbeitswissenschaftlich als auch in erheblichem Maße ernährungsmedizinisch ausgerichtet war. Auch betriebswirtschaftlich relevante Kosten-Nutzen-Aspekte waren einzubeziehen. Die Zielsetzung war also eine ganzheitliche und interdisziplinäre Betrachtung", so Dr. Hofmeister über seine bei der Technischen Universität München-Weihenstephan eingereichte Dissertation. Der in Niederbayern aufgewachsene Nachwuchsforscher beschäftigt sich bereits seit Beginn seines Studiums mit dieser Thematik. Auch seine Diplomarbeit, die er mit 1,0 abgeschlossen hat, stand unter einer arbeitsmedizinischen Prämisse. Zusammen mit seinem Doktorvater Herrn Prof. Wilfried Diebschlag vom Lehrstuhl für Ergonomie der Technischen Universität München hatte der 32-Jährige das Thema für die Dissertation formuliert. Mittlerweile wurde sie mit einem "magna cum laude" bewertet.
Derzeit bearbeitet Dr. Hofmeister freiberuflich verschiedene Projekte. So berät er beispielsweise bei der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) im bayrischen Manching die Mitarbeiter in Fragen der Ernährung und Bewegung.
Die 5000 €, die er als Prämie für den Gewinn des Wissenschaftspreises erhalten hat, wird Dr. Hofmeister in seine laufenden Forschungsarbeiten investieren.
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