Via Biona - Förderung von Wissenschaft und Forschung
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Susanne Hengstermann
Charite - Universitätsmedizin Berlin; Forschungsgruppe Geriatrie mit Schwerpunkt Ernährung

Im Alter lässt die Leistung des Gehirns in der Regel nach. Allerdings gibt es Hinweise, dass sich eine präventive Folsäuresupplementation sowohl auf kognitive Beeinträchtigungen im Alter als auch auf depressive Störungen positiv auswirken kann. Gleichzeitig haben Studien gezeigt, dass ein Folsäuremangel auffallend oft bei Patienten mit M. Alzheimer und vaskulärer Demenz einhergeht. In der Studie von Frau Hengstermann soll jetzt die These überprüft werden, ob eine Verbesserung des Folsäurestatus geriatrischer Patienten eine Zunahme der kognitiven Leistungsfähigkeit bewirkt. Die 2.000 Euro aus der Via Biona Forschungsförderung wird Frau Hengstermann für die Bestimmung der Laborparameter einsetzen.


   
Judith Höfer
Universität Hohenheim - Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften

Carotinoide schützen die Haut vor zellschädigendem Sonnenlicht - soviel ist bekannt. Doch wie das Sonnenschutzmittel von innen wirkt und in welchen Mengen es dem Körper zugeführt werden sollte, um beispielsweise optimal vor freien Radikalen zu schützen, das will Judith Höfer mit ihrer Forschung an der Universität Hohenheim jetzt herausfinden. Vor allem das Wirkprinzip von ß-Carotin und Lycopin als Antioxidantien steht dabei im Mittelpunkt. Die Ergebnisse ihrer Forschung sollen dabei helfen, Nahrungsergänzungsmittel gezielter mit der wirkungsvollsten Menge an Carotinoiden herzustellen.

Das Geld der Via Biona Forschungsförderung will Judith Höfer für den Zellkulturbedarf des Labors einsetzen, um so ihre Forschungen weiter voranzutreiben.


 
Dirk Schilling
Universität Hohenheim - Institut für biologische Chemie und Ernährungswissenschaften

Das übergeordnete Ziel der Forschungsarbeit von Dirk Schilling ist es, genauere Erkenntnisse über die Vorgänge im Menschen erlangen, um später mit natürlichen Stoffen wie Vitaminen oder Carotinoiden, Dysfunktionen und Krankheiten zu therapieren. Schilling konzentriert sich dabei auf den durch Stickstoffmonoxid (NO) hervorgerufenen nitrosativen Stress. Durch die Forschungen soll die genaue Wirkungsweise von Vitaminen und Carotinoiden auf den Signalweg der iNOS verstanden werden. Auf diesem Wissen basierend können dann Ansätze für Therapien und Vorbeugung von Krankheiten entwickelt werden.

Schilling plant, das Geld der Via Biona Forschungsförderung in Primer, Antikörper und Chemikalien zu stecken, um die Forschungen zu intensivieren.


 
Professor Dr. Susanne Klaus,
Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)

Ziel der Forschungsgruppe um Frau Professor Dr. Klaus am DIfE in Potsdam ist es, die Mechanismen der Anti-Adipositas-Wirkung von EGCG (Epigallocatechingallat), dem Hauptbestandteil von grünem Tee, aufzuklären. Die Wissenschaftler erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Anwendbarkeit von EGCG und seine Effektivität in der Prävention beziehungsweise der Therapie von Adipositas (Fettleibigkeit). Erste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass EGCG offensichtlich in zweifacher Weise gegen Adipositas wirkt: zum einen durch eine Verringerung der Nahrungsresorption im Darm, und zum anderen durch eine Erhöhung der Fettoxidation.

Die 2.000 Euro Preisgeld der Forschungsförderung werden für Reagenzien für biochemische Untersuchungen und für Tagungen, auf denen die Ergebnisse des Projekts vorgestellt werden, eingesetzt.


 
Dr. Lydia Seyfarth,
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Dr. Lydia Seyfarth erforscht den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten schwangerer Frauen auf das CLA-Profil (CLA = konjugierte Fettsäuren) ihrer Neugeborenen. Die Biochemikerin vermutet, dass die CLA-Konzentration unter anderem in einem engen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht und der Schwangerschaftsdauer steht. Auch auf die weitere Entwicklung des Immunsystems der Neugeborenen könnten Linolsäuren Einfluss haben.

Von rund 50 Mutter-Kind-Paaren will Dr. Seyfarth Blut- und Muttermilchproben entnehmen und die darin befindliche CLA-Konzentration ermitteln. Mit Hilfe eines Ernährungsprotokolls soll festgestellt werden, wie viel CLA die Mütter im Durchschnitt während der Schwangerschaft zu sich genommen haben. Mittels dieser Daten kann dann der Einfluss von CLA-reicher bzw. CLA-armer Kost auf die Blut- und Muttermilchkonzentration einzelner CLA-Isomere bestimmt werden. Die Forschungsförderung in Höhe von 2.000 Euro fließt in die Analyse, da solche Untersuchungen sehr kostenintensiv sind.


   
Kristina Norman,
Charité Berlin (Fachbereich Gastroenterologie)

Kristina Norman untersucht die Ursachen krankheitsbedingter Muskelschwäche. Tier- und In-vitro-Versuche haben gezeigt, dass ein Mangel an Antioxidantien, wie Vitamin C, E, Beta Carotin, Selen oder Zink, Schäden an Muskelproteinen zur Folge haben kann. Allerdings ist die Forschung den endgültigen Nachweis, dass oxidativer Stress aufgrund von krankheitsbedingter Mangelernährung negative Auswirkungen auf die Funktion der Muskeln hat, bislang schuldig geblieben.

Etwa 200 Patienten der Charité will die Oecotrophologin zu diesem Zweck im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchen. Neben dem individuellen Ernährungszustand wird die Kraft der Hand- und der Atemmuskulatur ermittelt. Noch ist Kristina Norman mit ihrem Projekt erst in der Phase der Datenerhebung. Sollte sich ihre Hypothese bestätigen, sind weitere Folgestudien geplant, die durch die Forschungsförderung möglich werden.


   
Nina Töpfer,
Universität Hohenheim

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit untersuchte Nina Töpfer den Ernährungszustand von in Nordindien lebenden Kinder. Zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung um den Förderpreis hatte sie bereits Lebensmittelproben aus Indien nach Deutschland transportiert, um diese auf ihren Energiewert, den Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen, Proteinen sowie die Belastung mit Keimen und Parasiten zu untersuchen. Die Forschungsförderung ermöglicht ihr weitere Reisen nach Indien, um so tiefere Einblicke in die Ernährungssituation der dort lebenden Kinder zu gewinnen.
 


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